Mittwoch, 28. Mai 2008

Ein Pfarrer für die Stiftskirche

Volker Kiemle schreibt:
Endlich ist er da, der neue Pfarrer an der Stuttgarter Stiftskirche. Nachdem Manfred Bittighofer sich im April 2007 verabschiedet hat, hat die Kirchengemeinde zweimal die von der Kirchenleitung vorgeschlagenen Bewerber abgelehnt. Anfang 2008 einigte man sich schließlich auf einen Kompromiss: Ab Herbst 2008 soll ein "Pfarrer zur Anstellung" den Posten übernehmen, dass sieht man weiter.
Ausgeguckt hat man sich jetzt Matthias Vosseler, der nach eigenem Bekunden (Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 28. Mai 2008) sich nicht um die Stelle beworben hat. Von einer "Befristung", wie die STZ meldet, will man in der Kirchenleitung aber nicht sprechen. Schließlich kann Vosseler ohne größere Umstände im kommenden Jahr als ständiger Pfarrer an der Stiftskirche übernommen werden.

Alle Beteiligten können jedenfalls aufatmen: Die große Blamage bei der Besetzung dieser wichtigen Pfarrstelle ist vorerst abgewendet. Allerdings ist es schon peinlich, dass die Kirchenleitung zweimal Bewerber vorgeschlagen hat, mit denen die Kirchengemeinde partout nicht einverstanden war. Ob kirchenpolitisches Kalkül dahintersteckte, wie manche Insider behaupten, darüber will ich nicht spekulieren. Fest steht: Der Stiftskirchenpfarrer oder die Stiftskirchenpfarrerin sollte kein Proporzkandidat sein, sondern eine Persönlichkeit, der/die die Landeskirche in der Großstadt angemessen repräsentieren kann.

Donnerstag, 1. Mai 2008

Ein Tag zum Feiern

Volker Kiemle schreibt:

Es hätte noch etwas wärmer sein können, aber echte Klosterfreunde halten auch ein paar Schauer nicht ab: 2000 Besucher kamen zum Klosterfest auf den Kirchberg , und sie wurden nicht nur mit einem vielseitigen Programm, sondern auch mit viel Sonne belohnt.

Freitag, 18. April 2008

Ein Fest nach dem anderen

Volker Kiemle schreibt:
Auch in den nächsten Wochen gibt es in der Landeskirche viele Gelegenheiten, Menschen aus der eigenen und der weltweiten Kirche zu begegnen:

Vom 25. bis 27. April. steigt im Kirchenbezirk Bernhausen das Landesmissionsfest. Das Programm ist so vielfältig, dass man fast von einem kleinen Kirchentag sprechen kann: Im "Forum Wachsende Kirche" spricht der anglikanische Bischof John Finney über die Herausforderungen für die Kirche im 21. Jahrhundert. Im "Forum Tansania" spricht Schwester Angelika Wohlenberg, die seit 24 Jahren das Leben der Massai im Norden Tansanias teilt.

Weiter geht es am 1. Mai: Beim Klosterfest im Kloster Kirchberg gibt es ab 11 Uhr ein vielfältiges Programm für Erwachsene und Kinder. Im Hospitalhof in Stuttgart beginnt um 9.30 Uhr die Stuttgarter Konferenz für Weltmission, und auf dem Schönblick startet um 10 Uhr das Jahresfest.

Der Tag der weltweiten Kirche wird am Pfingstmontag, dem 12. Mai, rund um die Stuttgarter Stiftskirche gefeiert. Gleichzeitig feiert der Liebenzeller Gemeinschaftsverband seinen 75. Geburtstag, und in Kloster Kirchberg das 50-jährige Bestehen des Berneuchner Hauses gefeiert wird.

Und am 22. Mai finden überall in Baden-Württemberg die Christustage statt.
Falls Sie weitere Veranstaltungen wissen: Einfach in den Kommentar eintragen!

Montag, 14. April 2008

Der Tag danach

Mit einem bunten Gottesdienst in der Stuttgarter Liederhalle ist der landeskirchliche Kongress „Wachsende Kirche“ am 12. April zu Ende gegangen. Anregungen für Kirchengemeinden wollte er bieten. Er war aber auch ein fröhliches Fest. Wir berichten und kommentieren den Kongress in unserer Print-Ausgabe ausführlich. Ein Probeheft können Sie unter Telefon 0711-6010022 oder per E-Mail bestellen.

Samstag, 12. April 2008

Brunch mit Stadtführung

Petra Ziegler:
Warum der Offene Abend in Stuttgart seit zehn Jahren Alpha-Kurse macht? Holger Heinemann hat darauf eine einfache Antwort: "Es funktioniert, und es macht Spaß." Zwei Drittel der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind über die Alpha-Kurse gewonnen worden. Doch wie gewinnt man Menschen für einen Alpha-Kurs? Für Neuzugezogene hat Holger Heinemann einen Tipp: Sie erhalten einen Gemeindebrief mit einem Flyer, in dem für die Kurse geworben wird. Und sie werden zu einem Brunch mit Stadtführung eingeladen. Ob mit oder ohne Alpha-Kurs: Das ist eine gute Idee, um Menschen mit der Kirchengemeinde bekannt zu machen.

Jung und Alt gemeinsam

Franciska Bohl:
Alle Generationen unter einem Dach - kann das in einer Kirchengemeinde funktionieren? In Knittlingen (Dekanat Mühlacker) ist sogar ein ganzes Netzwerk entstanden: 80-Jährige gestalten gemeinsam mit Hauptschülern ein Bibelprojekt, Grundschüler basteln Tischdeko für den Seniorentreff - über solche und andere beeindruckende Projekte berichtete Diakonin Ellen Eidt. Wer mehr darüber erfahren möchte, kann die Projektinitiatorin kontaktieren: Telefon 07043-930308, E-Mail: ellen.eidt@web.de

Deutschland denkt kirchlich!

Volker Kiemle schreibt:
Eine gute Nachricht konnte Matthias Hiller in seinem Seminar "Menschen gezielt zur Gemeinde einladen" verkünden: Deutschland denkt kirchlich - zumindest der nicht-katholische Teil. Das hat die EKD herausgefunden, und sie teilt die Menschen gleich in sechs Typen ein. Und daraus folgt auch schon die schlechte Nachricht: Die Kirche erreicht die meisten nicht, vor allem nicht die modernen, innovativen Menschen. Was helfen könnte: Analysieren, wer in der Nachbarschaft wohnt und dann zielgruppengerechte Angebote machen. Die Analyse muss statistisch unterfüttert sein.